In 5 Schritten einen PKW zum Camper gemacht! – Camperleben.net
Skoda Roomster mit Pavillon (Foto: Detlev Röske)

Einen PKW zum Camping-Mobil umbauen? Kein Hexenwerk – mit ein paar einfachen Arbeitsschritten hat Detlev Röske seinen Skoda Roomster campingfähig gemacht.

„Ich habe auch einen Roomster ausgebaut“

Im Januar 2018 hatte ich zusammen mit Markus Krämer einen Artikel über seinen umgebauten Skoda Roomster, mit dem er auf Camping-Touren geht. In dieser Woche meldete sich Detlev, der ebenfalls mit einem Roomster unterwegs ist. „Ich habe auch einen Roomster ausgebaut – habe auch Fotos, weiß aber nicht ob und wie ich sie anhängen kann.“ Kein Problem, dachte ich mir – machen wir doch einfach einen eigenen Artikel zum Roomster-Ausbau von Detlev.

Eine Sammlung der Bauteile (Foto: Detlev Röske)
Eine Sammlung der Bauteile (Foto: Detlev Röske)

Element Nummer 1: Die Kofferraumplatte

Seinen modularen Camping-Ausbau hat Detlev so umgesetzt: „Es werden 3 Platten benötigt!“ Platte 1 ist dabei die Kofferraumplatte, die er dauerhaft im Wagen lässt, da die Rücksitze weiterhin nutzbar sind. Die Platte steht auf 4 Stützen. Unter dieser Kofferraumplatte befinden sich unterwegs 2 Rollcontainer für die Kleidung. Sie stehen auf der serienmäßigen Platte über der Kofferraumvertiefung. Dort können dann 3 Stühle, ein Tisch und weiteres Zubehör liegen.

Das Doppelbett und darunter die Rollcontainern zum Verstauen (Foto: Detlev Röske)
Das Doppelbett und darunter die Rollcontainer zum Verstauen (Foto: Detlev Röske)

Das Einzelbett kann während der Fahrt aufgebaut bleiben

Weiter geht es mit den Platten, die nur für den Camping-Einsatz eingebaut werden. Die zweite Platte ist für die Beifahrerseite gedacht. Nach Umklappen des hinteren rechten Sitzes und Vorschieben des Beifahrersitzes wird diese Platte auf die Leiste der Kofferraumplatte gelegt und die kurze Doppelstütze unter die Platte eingerastet. So entsteht für eine Person eine Liegefläche von 1,85 Meter Länge und 65 Zentimeter Breite, die auch während der Fahrt so bleiben kann: „Isomatte ausgerollt, Schlafsack rein und fertig. Jetzt kann trotz aufgebautem Bett gefahren werden“, erzählt Detlev.

Wenn nur ein Schlafplatz benötig wird ... (Foto: Detlev Röske)
Wenn nur ein Schlafplatz benötig wird … (Foto: Detlev Röske)

Mit der 3. Platte entsteht ein Doppelbett

Mit der dritten Platte ist es dann möglich, ein Doppelbett zu bauen. Dafür wird der hinter linke Sitz umgeklappt, der Fahrersitz vorgeschoben, auf die Leiste der Kofferraumplatte neben die 2. gelegt und die lange Doppelstütze unter beide Platten eingerastet. „Fertig ist das Doppelbett“, so Detlev. Die entstandene Liegefläche: 1,85 x 1,25 Meter.

„Und fertig ist das Doppelbett“ (Foto: Detlev Röske)
„Und fertig ist das Doppelbett“ (Foto: Detlev Röske)

Damit keiner reinschauen kann …

Wer im Roomster im Bett liegt, möchte aber natürlich nicht, dass man von außen alles sehen kann. Deswegen musst noch ein Sichtschutz her. Das hat Detlev so gelöst: „An der Front- und Heckscheibe werden oben zugeschnittene Glasfaserstäbe innen an- bzw. eingeklemmt und jeweils ein kurzer Stoffschal drüber gehängt. An den Seitenscheiben werden jeweils über die ganze Innenlänge ebenfalls Glasfaserstäbe eingehängt und mit je 2 gleichen Stoffschals vor Vorder- und Rücksitzscheibe gehängt.“

Sichtschutz für den Roomster (Foto: Detlev Röske))
Sichtschutz für den Roomster (Foto: Detlev Röske)

 

Freie Höhe von 65 Zentimeter (Foto: Detlev Röske)
Freie Höhe von 65 Zentimeter (Foto: Detlev Röske)

Vorzelt gefällig? Kein Problem!

Jetzt kann man im geschlossenen Auto auf dem Bett sitzen und die Panoramascheibe erlaubt einen tollen Blick auf den Nachthimmel. Wenn Detlev unterwegs noch etwas mehr Platz braucht, stellt er einfach einen Pavillon als Wurfzelt von Decathlon seitlich an den Roomster. So entsteht ein 3×3 Meter großer Bereich zum Kochen und sich wohl fühlen – etwa bei Regen. „So kann man auch durch Öffnen der hinteren Tür trockenen Fusses ins Zelt gelangen kann“, erzählt Detlev.

Den Roomster mit einem Vorzelt gekoppelt (Foto: Detlev Röske)
Den Roomster mit einem Vorzelt gekoppelt (Foto: Detlev Röske)

Vielen Dank an Detlev für den Beweis, dass der Umbau zum Camping-Fahrzeug relativ einfach umzusetzen ist. Wer selbst einen solchen Umbau gemacht hat oder jemanden kennt, die oder der können sich bitte hier melden: marcel@camperleben.net.
In 5 Schritten einen PKW zum Camper gemacht!

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